Das neue Buch ist ja nicht nur zum Lesen gedacht, sondern auch zum Schreiben. Deshalb haben wir natürlich auch die Premiere genutzt, um dem Publikum eine kleine, feine Schreibübung vorzustellen: Das Wortgitter.
In ein vorbereitetes Gitter sollten sechs Wörter zum Thema “Berlin im November” geschrieben werden: Zwei Nomen, zwei Verben, zwei Adjektive. (Adjektiv?!) Die gesammelten Wörter wurden mit dem Sitznachbarn getauscht. Die fremden Assoziationen wurden so zur Basis für einen eigenen Text. Unter anderem kamen diese schönen Texte dabei heraus:
Frost – Laub – frieren – singen – kalt – schön
Das bunte Laub liegt so auf dem herbstlichen Novemberboden, als hätte jemand es dorthin gelegt. Wie schön zu betrachten. Der Frost kann ihm nichts anhaben. Auch wenn es kalt ist, erscheint einem die Natur erfreulich ansprechend. Ein Gefühl ensteht, welches zum Singen geradezu einlädt. Was für ein vorweihnachtliches Glücksgefühl ist das.
Licht – Kälte – rennen – frieren – kalt – dunkel
An einem kalten Novembermorgen lief sie durch die Kälte der Nacht. Das Licht war aus in der ganzen Stadt. Dunkelheit legte sich wie ein Schatten über die Straße. Ihre Hände froren, doch ihre Füße waren warm. Sie rannte, als wenn es kein Morgen gäbe.
Kälte – Laub – spazieren – genießen – gemütlich – finster
An kalten Tagen genieße ich es, gemütlich durch das Laub zu spazieren, auch wenn es schon finster ist.